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  Palästina - Israel - heutige Realitäten
 Frieden wird es nur geben, wenn die Rechte aller Beteiligten anerkannt sind
 

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20. Jahrh. (1948 - 1967...)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(letzte Bearbeitung: 12.4.17)

OnGoing-Nakba* > Fortsetzung der Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung

Nakba: Der Begriff steht für die Flucht und Vertreibung der Palästinenserinnen
 und Palästinenser  –  im Zeitraum zwischen November 1947 und Frühsommer 1949 –
 was für mehr als 750‘000 Menschen zur Tragödie wurde
 (* Nakba = arabisch für Katastrophe).

http://www.nakbabern.ch/images/nakba_arab.gif


Westbank:

"Israel besetzte als Folge des Junikriegs im Jahr 1967 die Palästinensergebiete. Den Siedlungsbau haben sowohl linke wie auch rechte Regierungen unterstützt. Während die israelische Politik bis 1977 von der Arbeiterpartei beherrscht wurde, die hauptsächlich Siedlungen im strategisch wichtigen Jordantal bauen liess, wurde ab 1977 mit dem Wahlsieg der nationalkonservativen Likudpartei die Besiedlung des zentralen Westjordanlands intensiviert. Die treibende Kraft dahinter waren dabei die nationalreligiöse Bewegung und ihre SiedlerInnenorganisation Amana.

Im Westjordanland leben heute rund 400000 Israelis in mehr als 120 Siedlungen. Rechnet man die jüdischen Siedlungen im ebenfalls besetzten Ostjerusalem dazu, steigt die Zahl der SiedlerInnen über eine halbe Million. Hinzu kommen einige Tausend, die in zirka hundert von Israel nicht genehmigten Aussenposten leben. >>> Siehe neuste UNO-Resolution dazu vom Dezember 2016

Seit 2009 sind die Attacken von SiedlerInnen gegen PalästinenserInnen und deren Eigentum laut einem Bericht der Uno um 165 Prozent gestiegen. Über 90 Prozent aller Fälle, die bei der israelischen Polizei zur Anzeige gebracht wurden, blieben ohne Anklage."

Nach einem Artikel der WOZ vom 02.02.2012

Haaretz : Cleansing the Jordan Valley / Vertreibung im Jordantal (4.2. 2013)

Israel verursacht gravierende Ungerechtigkeit gegenüber Dutzenden von Armut geplagten (palästinensischen) Dorfgemeinschaften, die zum Leben auf Tierhaltung und Ackerbau angewiesen sind, laut Bericht von Amira Hass...

Beispiel von Landraub im Gebiet von Al-Jiftlik, palästinensische Ortschaft im Jordantal (nach dem Oslo-Abkommen in der C-Zone):

Am Sonntag (31. Okt. 2010) gerieten Beduinen von Al-Jiftlik Im Jordantal und Siedler aneinander, als letztere versuchten, die Siedlung von Massu'a auszudehnen. Die Expansion wird die Gemeinde von Abu Al Ajaj von Al-Jiftlik isolieren und bedeuten, dass die Beduinengemeinde den Zugang zu ihren Ländereien verliert, was ein Leben in ihrem Dorf verunmöglicht und deren Wegzug erzwingt.
In den vergangenen Wochen begannen Siedler mit der Errichtung eines Zauns, um mehr Land einer Beduinenfamilie abzuschneiden, indem sie mit Gewalt vorgingen. Bewohner riefen internationale Volontäre zu Hilfe, um die Übergriffe zu dokumentieren und die Fertigstellung des Zauns zu verhindern (Übersetzung aus dem Englischen. D. Sieber) ...

Weitere Informationen unter http://www.jordanvalleysolidarity.org
(
Jordan Valley Solidarity campaign ist ein Netzwerk von palästinensischen Basisorganisationen des Jordantals und internationaler Unterstützer mit dem Ziel die Existenz der palästinensischen Bevölkerung zu beschützen...
 

Insgesamt hat die Landnahme durch die Beschlüsse und Massnahmen der israelischen Regierung dramatische Dimensionen angenommen, wie die Kartenserie im grösseren Format zeigt.

 

 

 

 

 

Nach dem Oslo-Abkommen ist die Westbank umso mehr fragmentiert (A-B-C-Gebiete ) mit sehr einschneidenden Beschränkungen.
Siehe dazu:
Westbank als Archipel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 


    Ost-Jerusalem

1980: Annexion Ost-Jerusalems durch Israel nach der Eroberung von 1967 (Jerusalemgesetz). Diese wurde von der internationalen Staatengemeinschaft nicht anerkannt (wie auch die vorangegangene Annexion durch Jordanien, 1950). < Mehrere Verurteilungen (Resolutionen) erfolgten durch den Sicherheitsrat der UNO.
Die Palästinenser nennen die Stadt al-Quds (
القدس ). Für die palästinensischen Bevölkerung gilt Ost-Jerusalem als zukünftige Hauptstadt eines Palästinenserstaates, und zwar als eine Hauptbedingung einer Lösung.

Ministerpräsident Netanyahus arrogante, ja zynische Äusserungen (Nov. 2010)  haben bis heute die Politik der Zerstörung palästinensischer Wohn- und Gewerbebauten und der Verdrängung bestimmt:

"Israel sees no relationship between the peace process and the policy of planning and construction in Jerusalem, which has not changed for 40 years... Construction in Jerusalem will never disrupt the peace process." (Israel sieht keinen Bezug zwischen dem Friedensprozess und der Planungs- und Baupolitik in Jerusalem, was sich seit 40  Jahren nicht ändert > (2016: nun seit 49 Jahren!)... Bauvorhaben in Jerusalem werden den Friedensprozess nie unterbrechen)

"Jerusalem is united, the capital of the Jewish people and its sovereignty is incontrovertible." (Jerusalem ist die vereinigte jüdische Hauptstadt und deren Souveränität ist unumstösslich)

 

 

Siehe
Epochen Jerusalems
von 2000 v.Chr. bis 2015

Siehe Stadtplan des widerrechtlich von Israel annektierten Stadtteils

 

www.icahd.org

(The Israeli Committee Against House Demolitions / Israelische Vereinigug gegen Hauszerstörungen)

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


      Gaza - einige wenige Tatsachen

Lesen Sie mehr > Gaza "unlivable by 2020" , UNO-Bericht, Sept. 2015

Quellen: AFP, UNCTAD, OCHA

Allgemeines: Der Gazastreifen misst in der Länge 40 km, in der Breite zwischen 6 und 14 km. Die Fläche von 360 km²
entspricht dem Durchschnitt der Kantone Schaffhausen und Basel-Landschaft. (298 / 428 km²). Auf dem kleinen Streifen leben ca. 1,8 Mio Einwohner in den Städten namens Gaza-Stadt, Chan Yunis, Dair al-Balah, Rafah, Bait Lahiya und Dschabaliya >

Die islamistische Hamas erreichte in den Parlamentswahlen von 2006 im Gazastreifen die Mehrheit. Im anschliessenden Kampf gelang es der Hamas, die Fatah 2007 weitgehend aus dem Gazastreifen zu vertreiben.

Die Blockade durch Israel geschieht grundsätzlich auf dreifache Weise:
- Abriegelung durch Trennmauer oder Sicherheitszaun samt Sperrgebiet (Norden,
  Osten); Versorgung auf minimaler Basis
- Lufthoheit
- Seeblockade

Die südliche Grenze bei Rafah wird durch Ägypten kontrolliert, allerdings unter Fernbeobachtung von Israel.

Die Vertreibungspolitik Israels geschieht in diesem Gebiet vor allem durch folgende  Massnahmen:
- massive Vergeltungsschläge Israels (über 100 Tonnen Bomben) als Antwort auf
  den häufigen Raketenbeschuss (laut israelischen Quellen seit 2001: über 15'000)-  --- Israelische Operation Gegossenes Blei: 27.12.2008 - 18.1. 2009 > Hunderte von
  Toten in Gaza (vor allem Zivilisten), Tausende von Verletzten
- Operation Wolkensäule: 14.-22. November 2012; erneut grosses Ungleichgewicht
  bezüglich der Opferzahlen
- 50-tägiger Krieg 2014 Operation "Protective Edge" > massivste Angriffswellen als
  Antwort auf einen zunehmenden Raketenbeschuss durch Extremisten (z.B durch
  al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden / Salafisten?), durch Hamas-Angriffe via Tunnels...;
  grosse Opferzahlen auf palästinensischer Seite - insbesondere Zivilisten -
  Die Zahlen aus diversen Quellen weichen stark voneinander ab:
  Auf palästinensischer Seite: mindestens 1800
, auf israelischer Seite über 70
 
Sehr hohe Zahlen an verwundeten Zivilisten (Kinder, Frauen...)

- Generell: Abschiebung unliebsamer Palästinenser aus der Westbank oder von Ost-
  Jerusalem nach Gaza

 

 


August 2014 - im 50-tägigen Krieg

 

Karte Gazastreifen

 

www.pchrgaza.org = Palestinian Centre  for Human Rights / palästinensisches Zentrum für Menschenrechte, Sitz in Gaza

 

► Bericht über eine Delegation in der Schweiz (März 2013 / pdf in englischer Sprache)

 

   

 

 

 

 

 

 

 


Golan > durch Israel praktisch annektiert - zur generellen Situation

Während des Sechstagekriegs eroberte Israel die Golanhöhen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen forderte Israel im November 1967 in seiner Resolution 242 zum Rückzug auf und betonte die Unzulässigkeit des Gebietserwerbs durch Krieg. Während und nach der Eroberung wurden bis auf die Drusen, welche man größtenteils weiter dort wohnen ließ, nahezu alle arabischen Bewohner (etwa 120.000) aus dem Gebiet vertrieben. Ein Grund dafür war, dass seit den Zeiten des britischen Mandats relativ gute und friedliche Beziehungen zwischen den Drusen und der jüdischen Bevölkerung und Führung bestanden. 1979 bot Israel den Drusen auf dem Golan die Möglichkeit an, die israelische Staatsbürgerschaft zu erwerben, was aber nur von wenigen Drusen angenommen wurde. In den Jahren 1981/1982 kam es zu massiven Protesten der Drusen gegen Israel. Es wurde unter anderem auch die Rückkehr des Gebiets zu Syrien gefordert.[2] Später folgte die israelische Besiedlung, die vom Weltsicherheitsrat in seinen Resolutionen 446 und 452 von 1979 ausdrücklich als illegal verurteilt wurde... (Quelle: Wikipedia / 2015)
 

Lesen Sie weiter...

 

 


   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

    
     Kernland Israel - Beduinen im Negev werden vertrieben > Siehe Karte* der  nicht anerkannten
     Beduinendörfer (unrekognized villages)

 

Auf vielfache Weise ist belegt, dass die Beduinen wegen geplanten und seit Jahren begonnenen Waldprojekten - z.B. durch den Jüdischen Nationalfond mit weltweiten Kampagnen gestützt - aus ihren Dörfern im Negev umgesiedelt / vertrieben werden. Städte mit minimaler Infrastruktur sollen etwa für 30'000 Beduinen errichtet werden. Bereits existiert eine derartige Stadt nördlich von Beer Sheva:

Rahat (Name für Ruhe, Zufriedenheit) wurde 1970 gegründet. Die Einwohnerzahl beträgt ca. 50'000. Die Bevölkerung besteht fast ausschließlich aus Beduinen und ist insgesamt sehr jung: 2001 waren 65,2 % jünger als 20 Jahre, weitere 15,8 % jünger als 30 Jahre.

Mehr Information unter Dukium, the Negev Coexistence Forum for Civil Equality (z.B. x-fache Zerstörung von Al-Arakib und anderen Beduinendörfern) oder via www.amnesty.ch (> Länder > Naher Osten > Israel/besetzte Gebiete > Beduinen)

 

Drohende Vertreibung von Beduinen, auch östlich von Jerusalem

"Amnesty International" ruft den israelischen Verteidigungsminister auf, die völkerrechtswidrigen Pläne zur Vertreibung beduinischer Gemeinschaften östlich von Jerusalem zurückzunehmen.

Die israelische Armee plant, rund 20 palästinensische Gemeinschaften - insgesamt rund 2300 Personen - zwangsweise umzusiedeln. Die meisten von ihnen gehören zum beduinischen Stamm der Jahalin und leben in der Umgebung der grossen israelischen Siedlung von Ma'ale Adumin in der besetzten Westbank östlich von Jerusalem.  Ihre Vertreibung soll Platz machen für den - völkerrechtswidrigen - Ausbau der Siedlung."

 

 


 

Zerstörung des Beduinen-Dorfes Sa'wah (Sawe) bei Hürah (Chura), 23.2.2015, Foto: Alex Levac
* siehe Karte (links in der Titelzeile)
  und aktualisierte Karte via Link:
  < Negev Coexistence Forum

   

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu Westbank, Ost-Jeusalem, Gaza...
> Siehe Homepage von nahostfrieden.ch 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Geschichte
> Weiterhin sehr aktuell

Das Referat des israelischen Historikers Ilan Pappe vom 30. Nov. 2012 «1948 - A different Story» kann auf Youtube angeschaut werden!  (in Englisch)


Teil 1: Das Referat
Teil 2: Fragen und Antworten im Anschluss 


Webseite Ilan Pappe, Universität Exeter (engl.)
Wikipedia Eintrag zu Ilan Pappe
Der israelische Historiker und Autor Ilan Pappe gehört zu den «Neuen Historikern», welche die Geschichte der Staatsgründung Israels einer Revision unterziehen. Pappe ist ein Experte für die «Nakba», hat er doch die Ereignisse 1947/48 aufgrund von Augenzeugenberichten und neu zugänglichen Dokumenten jahrelang erforscht. Er ist dabei zu Ergebnissen gekommen, die der offiziellen Geschichtsschreibung widersprechen. Sich der historischen Wahrheit zu stellen ist für Pappe ein entscheidender erster Schritt, um die Spirale der Gewalt zu beenden und zur Versöhnung beizutragen.